Der Hummel hat nicht nur unsere Herzen, sondern auch unsere Sprache erobert
Die Bezeichnungen für Biene und Hummel (Familie Apidae) sowie Wespe und Hornisse (Familie Vespidae) stellen in den tschechischen Dialekten eine sehr interessante Gruppe mit einer Reihe gemeinsamer Merkmale dar. Besonders deutlich wird hier ein allgemeines semantisches Gesetz der parallelen formalen Entwicklung in semantisch gleichrangigen Wortgruppen. Dies äußert sich z.B. in der Angleichung des Genus (Hummel, Hornisse i Vos sind stellenweise maskulin), weiter durch Verbreitung gemeinsamer Endungen (z. B. -ák: Hummel, Hornissestich, Wespenstich, Bienestich) und schließlich durch gegenseitige BedeutungsübertragungWespe, Biene → ‚Kuckuck‘ usw.). Bevor wir jedoch zu dieser zusammenfassenden Feststellung gelangen, müssen die Namen für jedes einzelne Mitglied gesondert betrachtet werden.
1. BIENE (Apis mellifica)
Am einfachsten ist die Situation bei den Namen der Biene, für die wir mit Machek (Etymologisches Wörterbuch der tschechischen und slowakischen Sprache, Prag 1957, S. 577) als urslawische Ausgangsform die Gestalt annehmen Biene, wohl von einem älteren Biene. Es handelt sich offenbar um ein lautmalerisches Wort, verwandt auch mit dem Wort Hummel (siehe weiter unten). In tschechischen Dialekten tauchen, ähnlich wie in anderen slawischen Sprachen, eigentlich hauptsächlich verschiedene lautliche Variationen dieses Wortes auf, wie zum Beispiel das südwestböhmische Bienen, Bienen, doudlebskéf)Chila ein ostwalisisches Biene.; Gefällt Chila und aus Kladsko belegt, wobei ältere Quellen in Mähren außerdem die Form Ich wollte. Von den Wortbildungsvarianten gibt es Diminutive wie Biene, Bienchen, reichlicher, insbesondere in Nordostböhmen (interessanterweise die verniedlichte Form Biene herrscht auch im nahegelegenen Obersorbisch). Daneben sagen die Imker, besonders in Böhmen, zu ihren Bienen Mücken, aber auch in Mähren halten noch hin und wieder Mücken. Manchmal werden diese Bezeichnungen nur noch scherzhaft verwendet, das gilt sicherlich für süße Fliege;einzigartig Gottesfliege da wieder alte Ehrfurcht vor den „kleinen Bienenseelen“ verrät. Insgesamt ist der Ausdruck jedoch heute Mücke im Sinne von ‚Biene‘ ist nur noch in der Sprache von Imkern als ein gewisses archaisches Element ihres Berufsjargons vorhanden.
2. VOSA (Vespa vulgaris)
Ein komplexeres Bild bieten die Dialektbezeichnungen für die Wespe. Schon auf lautlicher Ebene zeigt die Wespe mehr Varianten. Im Gegensatz zur tschechischen und hanakischen Form vosa Wir haben östlich der Linie Hustopeče—Kojetín—Olomouc eine Ähnlichkeit Osa, beigefügt auch im Alt-Tschechischen und in allen slawischen Sprachen außer dem Wendischen (mit seinen Varianten) wosa). Auf der Grundlage des Vergleichs mit Lat. Wespe, Deutsch. Wespe, lit. Vapsà aj. rekonstruieren Etymologen üblicherweise als eine ältere protoslavische Form Hoppla (vgl. z. B. Machek, ebd. S. 573). Es scheint jedoch, dass der anfängliche u̯/v in diesem Wort offenbar [173] verschwand bereits im Urslawischen und im Tschechischen und Wendischen vosa dass es eine Sekundärform mit Überteuerung ist v- vor o-. Dafür sprechen neben spärlichen altschechischen Belegen insbesondere die ähnlichen Grenzen VOSA/OSA, die im Wesentlichen mit der Gesamtgrenze zwischen dem Typ übereinstimmt voko a Auge. Anfang v- weiterhin stellenweise wechselte in f- (Vergleiche ein ähnliches Phänomen im Wort Bärte); und insbesondere in Litomyšl, wo wir eine ähnliche Form haben fusa, a na severním okraji Hané s podobou fusa. Ähnlichkeit Küssen, die in älterer Literatur (Listy filologické 27, 1900, S. 357) angeführt wird, hat die Umfrage nicht mehr erfasst. In Südböhmen hat sich daneben in Resten auch die Form erhalten Fliege, Fliegen, auf Český Krumlov gelegentlich auch Húska. Die erste Variante steht zweifellos in Zusammenhang mit der älteren beidlippigen Aussprache des Lautes w, die sich dem alten, harten näherte ; Der zweite ist gegeben durch die Unbeständigkeit und gegenseitige Stellvertretung von Hiatus-Lauten v a h (vgl. z.B. auch Familiennamen Černohous neben Tschernowouss).
In den angeführten Formen kommen Spuren alter Dehnungen und Verengungen bereits mehrmals vor o > ó > ú. Dehnung vosa-vúsa (ähnlich wie z.B. vojce-vúje) zeigt sich am stärksten in Südböhmen und in der Mitte der Böhmisch-Mährischen Höhe; in verkürzter Form vusa//fusa sehen wir seine Ergebnisse auch im nordwestlichen Teil von Haná und in der Region Zábřeh; in Westmähren, wo wir ebenfalls Formen haben wus, wusak, Ist das u wahrscheinlich ein Spiegelbild der regelmäßigen Änderung o > u im „bergigen“ Dialekt. – Weitere Variationen stellen Verkleinerungsformen dar Füchschen, Läuschen, Häuschen, die hauptsächlich in Südböhmen vorkommen und sich somit nicht mit dem Verbreitungsgebiet des Diminutivs überschneiden Biene.
Gravierender ist jedoch der weitere Unterschied: der Übergang zum männlichen Geschlecht in der Form vos. Sie kommt einerseits im Vorgebirge des Riesengebirges (Podkrkonoší) vor, andererseits in Westmähren von Iglau (Jihlava) bis Blanc (Blansko)Taschenwörterbuch bringt eine Form hervor Vos als altmodisch nach Stašek und Havlíček, also von Autoren aus diesen Bereichen). An die Form Vos se pak územně připojuje i odvozené Wespe, so insbesondere von Vyškov nach Židlochovice (von Kyjov nach Hustopeče in Form von Kaiman), ursprünglich wahrscheinlich mit dem Bedeutungsunterschied der Grobheit; beide diese Formen haben jedoch oft auch die Bedeutung ‚Hummel‘ (siehe unten).
Neben diesen Variationen des Ausdrucks vosa wir haben einen übertragenen Namen für die Wespe Hornisse, a na jihozápadní Moravě v okruhu znojemsko-krumlovském; okolo Slavkova na východ od Brna je tu odvozené Hornissennest. Ausdruck breit bedeutet Wespe auch auf Litauisch (wo das Wort Vapsà bezeichnet, ist eine solche Verwechslung also nicht nur auf unser Gebiet beschränkt. Interessant ist auch, dass im Glossarium von Klaret (Vers 226) als Äquivalent für lat. Wespe gibt ebenfalls an Hornisse, während Betriebssystem ist hier im vorherigen Vers als Übersetzung von lat. angegeben. Bremsen ‚ovád‘. Die Bedeutung dieses etymologisch unklaren urindogermanischen Wortes war also offenbar nicht von Anfang an so eindeutig wie heute. Ansonsten ist in den tschechischen Dialekten für Wespe nur noch eine ganz vereinzelte gelegentliche Bezeichnung belegt Marzipan von Vyškov.
3. SRŠEŇ (Vespa crabro)
Mit noch vielfältigeren Varianten begegnen wir dem alten Ausdruck Hornisse (k etymologii z indoevropského zvukomalebného základu k'rs-, scharfe Geräusche von sich geben, siehe insbesondere Holub-Kopečný, Etymologisches Wörterbuch der tschechischen Sprache, Prag 1952, S. 348, wo dieses Wort mit Ausdrücken verbunden ist Rast, Rost). Hauptsächlich war dafür die schwierigere Konsonantengruppe am Wortanfang verantwortlich. Schon im Altschechischen ist hier z. B. an der angegebenen Stelle aus dem Klaret in verschiedenen Handschriften belegt Sen, sie, sen. Abgesehen von südwestböhmischen Varianten wie sršáň, stršáň, širšáň a Breite, auf Voráčs Sammlung (a. a. O., S. 15) zurückgehender, deren Ähnlichkeit unsere Umfrage erneut bestätigt hat Schirschán na Stříbrsku a Přešticku, ist hier südost-hanakisch und moravo-slowakisch assimiliert Königin, Ostkarpatisch Gürtel und osthansakisch, walachisch und mährisch-schlesisch Die Libelle (Hornisse und im Serbokroatischen); parallel zu dieser Form gibt es in der Hranice-Region auch Hasenfuß. Weitere Unterschiede ergaben sich jedoch aus den Veränderungen in der Vokalqualität e nach dem ursprünglichen weichen š. Im Rahmen des Opava-Wechsels e > o so entstand Ähnlichkeit Schurke a hlučínské schwarzer südwestböhmische Veränderung (Depalatalisierung) ’Es > a dala zase vznik podobám sršan, sršaň (besonders in der Region Netolice). Ansonsten kam es in Südböhmen sowie im Vorgebirge des Riesengebirges auch zu einer Änderung der Quantität dieses Lautes, und wir haben [175]tu tedy běžně sršán//sršáň und auch die aus Doudleby Sršín. Ausdruck Sršán je však znám i mimo vytčené území víceméně po celých Čechách a západní Moravě, ovšem hlavně jen ve významu ‚divoký, popudlivý, „sršatý“ člověk‘ (zde se tedy mohlo -án in den Wortbildungstyp einfügen Langbein).
Eine noch komplexere Frage, auf die wir noch keine genaue Antwort geben können, ist die grammatische Zuordnung des Wortes Hornisse. Wenn man in Böhmen und ausnahmsweise auch in Mähren auf Formen wie Hornisse a Sršán (in offensichtlicher Übermacht im Gebiet mit Änderung ’Es > a, aber auch anderswo), ist es zweifellos maskulin. Bei der Form Hornisse, deren Endung dem Mehrheitszustand in slawischen Sprachen entspricht, müssen wir jedoch auch die Möglichkeit der Anlehnung an das weibliche Geschlecht berücksichtigen (sicherlich auch unter Einfluss von koordinierenden Wörtern vosa a BieneBesonders in Westmähren ist das weibliche Geschlecht wohl vorherrschend, da in der Gegend von Dačice—Třebíč—Brno—Znojmo nur die 1. Person Singular bekannt ist. Hornissen. Im Gegensatz dazu kam es östlich von Brünn und im zentralen Hanna zu weiterer Ableitung von Formen aus dem Grundwort. Hornisse männlicher Suffix -ak; Wir haben hier also Formen wie Brandgans (in Olmütz), sršnák (U Litovel), Hornissenschwarm (von Prostějov bis Židlochovice), Ahorn (westlich von Kyjiw) und vereinzelt umgewandelt frfňák (westlich von Brünn). Bemerkenswert ist, dass fast alle diese Varianten auch in Böhmen vereinzelt vorkommen, vor allem in der Region Slánsko und Podkrkonoší, allerdings in der Regel nur als expressive Varianten. Nur in Mittel- und Ostmähren hat sich hier auch die Endung -ál: Wespenkönigin//Königin der Wespen.
Außer den Ausdrücksformen Hornisse können wir von den Orten in Südmähren, wo sie den Namen verwenden, aufzeichnen Hornisse pro vosu, jeho zajímavé druhotné rozlišení přívlastkem vyjadřujícím větší velikost a bojovnost tohoto vzácnějšího hmyzu ve srovnání s běžnou a jakoby základní vosou Anm. 4 Wir weisen darauf hin, dass die Hornisse oft sachlich mit der Wespe gleichgesetzt wird). Besonders in der Gegend von Hrotovice wird sie daher von Hornissen, tj. Vosy, Gemeine Hornisse (oder auch Militär), einmal ist auch eine Darstellung angegeben Militär-Wespe; westlich von Brünn wird wieder angegeben große Hornisse, beziehungsweise. Vosa. Neben dieser Meldung von Mor. Krumlov kommt die schlichte Bezeichnung Soldat (vgl. auch den formal parallelen Ausdruck Wespe ‚und im Oslavaner Gebiet dreimal Palcúfka, d.h. eine zollgroße Hornisse, daumendick. Auf In der Gegend um Kyjov kommt ein ähnlicher Ausdruck häufig vor. Fingerhut parallel zu Hornissenschwarm ap.), na Bučovicku Daumen. K ojedinělým názvům konečně patří Zigeunerin (Mährisch Krumau), vermutlich wegen der dunkleren Farbe der Hornisse (aus dem Bezirk Wischau jedoch Zigeunerin als Bezeichnung für eine dunkle Hummelart) und weiter Harganás (von Židlochovice) und Honigfresser (von Slawkow).
4. HUMMEL (Bombus terrestris)
Am vielfältigsten sind in unserer Gruppe zweifellos die dialektalen Bezeichnungen für den Hummel; sie gehören zu den farbigsten unter den Insektenbezeichnungen überhaupt. (Dies liegt daran, dass die Hummel Gegenstand großen Jungeninteresses ist.) Vielfältig sind vor allem die verschiedenen lautmalerischen Benennungen, die auf die Geräuscheffekte des Hummel-Flugs zurückgehen. Beim Grundnamen Hummel aus dem indoeuropäischen lautmalerischen Stamm km- (zu dieser Etymologie siehe Holub-Kopečný, genanntes Werk, S. 94) ist diese Motivation bereits stark verwischt, in zahlreichen seiner Varianten wird sie jedoch immer wieder aktualisiert. Deutlich kommt sie dann bei Namen vom Typ brunďibár, bzučán, bunčák, sekundär auch bei Lehnbezeichnungen Homrál, Mummel Tod.
Das Wort čmelák entstand aus dem älteren Hummel, die bis heute im Osten unseres Gebiets, vor allem im laachischen und walachischen Raum, erhalten geblieben ist. Neben der üblichen Ableitung mit einer Endung -ak, die wir uns in diesem Fall gar nicht so bewusst machen, gibt es auch noch einige andere, auffälligere Endungen, wie -e.C. in Sušice šmulec, -da im Scherz Hummel, -n, in Nahe Přeštice Gauner, Schurke (Kubín berichtet von Jičín und Palindromen Igel a Tschechischer Droschkenkutscher), -ar im einzigartigen Vyškov Hummel. Bei den meisten dieser Variationen kommt es gleichzeitig auch zu einem Wechsel čm-/šm-, das sich auch in der Form zeigt Hummel, insbesondere im Bezirk Blansko und in der Region Dolní. Daneben haben wir in der Kopanice-Region und im Bezirk Břeclav eine Variante Hummel, weiter westlich sogar vereinzelte Schmirgel a Schraubenzieher (aus der Talsohle) — Gruppe ščm- / štm- beigefügt in altböhmisch Hummel (vgl. in Klarets Glosarium Vers 223: Hummel fucus) jedoch kennen heutige Dialekte nicht mehr.dobné obměny žijí zato v nářečích ruských (Schmied), polnischen Hummel und slowenisch (Kakerlake). Weitere Formen, wie Bienenstock, Bienenstock a Bienenstock, eingefangen vor allem in Südmähren, entstanden jedoch nicht durch Lautwandel, sondern durch Anlehnung an ein Wort Biene In diesem Gebiet wird Hummel auch ... genannt Erdhummel. Dies gilt auch für die gekreuzte Form von Bučovice bunčelák (= Bunčák × Imker); in Dačice-Jemnice Medizinischer Honig sich wieder einmal die Wege kreuzen Hummel a Medulák.
Die Namen, die durch eine Reihe von ausdrucksstarken Suffixen aus den Grundwörtern gebildet werden, deuten noch deutlicher auf den Ton des Hummelangs hin braun-, brummen- a Schbun. So sagen sie im größten Teil Böhmens, mit Ausnahme von Teilen des südwestböhmischen Gebiets, auch Hummel brunďibár, aber auch Brunďibál, Brunďivál a brunďivár, auf dem Braunauer Ländchen Brumberák, u Loun kurz brumbár, u Plas también aparece Brunta, in der Gegend von Klatovy Brunďál, in Týn an der Moldau bručán, u Dačić Hund, u Mor. Budějovic Brunsch, in die Nähe von Krumau Brontosaurier a hier. Von der Stammverwandtschaft brummen solche Namen werden eher im Süden abgeleitet: darunter fallen z.B. Summen na Prachaticku (paralelně k Sršán), Buzzer in Südmähren, Geben Sie mir mehr Kontext. "bzunda" ist kein deutsches Wort. u Blanska, und vor allem Gabel a Bozunter na Bučovicku, jenž již tvoří přechod k jihovýchodomoravským podobám od základu Brot(č)-: Im Raum von Kojetín nach Kyjov stellte die Umfrage die Ähnlichkeiten fest Buňák, Buňár, Bunčál, Bunčák, Bundžák.
Eine besondere Art in dieser Gruppe von Namen stellen die Formen dar murmel, murmler na Manětínsku; na blízkém Stříbrsku vedle toho nacházíme i podoby Hummel (aus dem Deutschen. Hummel), die man gelegentlich auch anderswo antraf; in der Hanna wurde bei Šternberk sogar eine ähnliche Version aufgefangen hômrál, u Český Krumlov nörgeln. Alle diese übernommenen Formen sind gleichzeitig lautmalerisch.
Eine weitere große Gruppe von Namen leitet sich von der Vorstellung des Hummelhonigs abnosnosti; für ihn erhielt der Hummel vor allem im kindlichen Umfeld die verschiedensten Bezeichnungen, wie medák (fast in ganz Böhmen und auch in Mähren verbreitet), Bär (hauptsächlich in Mittel- und auch in Nordwestböhmen), Bär (mittelböhmisch), Medulák (hauptsächlich in Brdy), vereinzelt dann auch Meduse (u Přeštic) a na Moravě i medajda, medál, medon, Aber ich Mesulán (mit einer Tendenz zu gebräuchlichen Schimpfwörtern).
Gibt es noch weitere spezielle Bezeichnungen, die vor allem in Südmähren gebräuchlich sind, wie zum Beispiel offenbar übernommene Ganja, Lautmalerisch som, bzum, bildlich basa a Zigeunerin, und vor allem dann die aus Třebíč Papa, jedes einzelne von ihnen lebt in einem größeren Territorium. Namen Papa in verkleinerter Form Babka, Babuschka ap. gelangt auch zu anderen Insektenarten, z. B. zum Maikäfer und zum Marienkäfer; der Grund für die Benennung ist jedoch stets ein etwas anderer. Westmährische Papa ‚čmelák‘ lässt sich schließlich am ehesten mit lautmalerischen Bezeichnungen verbinden. Der Ausdruck Papa tritt dabei fast nur in einem ähnlichen Bereich auf Hornisse, also hier haben wir in einer Reihe Biene, Wespe, Hornisse, Schwebfliege Jane.
Sehr wichtig sind schließlich die Namen, die vom verwandten Arten zum Hummel gewechselt haben, dies wiederum vor allem in Südmähren. Außer den genannten bereits Imker a Erdhummel sem patří zvláště označení euch, erweitert, bisher häufig neben seltener Wespe im südwestlichen Mähren, und rein abgeleitet Wespe in der Umgebung von Slawkow. Diese Bedeutungsverschiebung steht offenbar im Zusammenhang mit der Verwechslung von Hornissen und Wespen (siehe oben Abs. 174), aber anscheinend gab gerade er den Anstoß für die Umbenennung der Hornisse zur Wespe: die Zweideutigkeit des Ausdrucks Vos (= ‚Wespe‘ und ‚Hummel‘) musste durch die neue Bezeichnung Wespe ersetzt werden.
*
Es liegt auf der Hand, dass die Bezeichnungen für Hummeln bei ihrer Vielfalt recht variabel sind und somit leichter zugänglich für den Einfluss verwandter Bezeichnungen, so dass uns unter ihnen die Bezeichnungen Wespe ap. nicht wundern. Hummel Es steht an erster Stelle, auch was dessen formale Auswirkung auf unsere gesamte Gruppe betrifft. Am deutlichsten zeigt sich hier sein Einfluss in der Erweiterung der ursprünglich vergröbernden Endung -ig. Während zahlreiche andere Ableitungssuffixe, wie -an, -al, -ar, -un, -ös, -da, -ťa, primär bei Dialektbenennungen von Hummeln vom Stamm med- Typ braun-, haben wir in dieser Erweiterung ein deutliches Beispiel für Modellbildung, die für[179]niká ke všem základům souřadných slov. U názvů čmeláka je to např. Medák, Medurák, Čmedulák, Mumlák, Babák (but actually also Brumbár sich verwandeln in brumberáka) — bei anderen grundlegenden Namen ist es Wespe, und vor allem Sršatec ap.; schließlich ist der Fall der Ähnlichkeit besonders Imker (siehe weiter unten). Ihr Maximum erreichte diese vereinheitlichende Endung in Nordostböhmen und besonders in Mittel- und Südostmähren, wo wir nebeneinander Formen haben Wespe, Hornisse, Hummel (oder auch Imker). — Ansonsten haben wir solche Wortbildungsparallelen hauptsächlich nur zwischen den Bezeichnungen für Hummel und Hornisse; so in den slowakischen und ostmährischen Varianten sršňál-bunčál, oder im südwestböhmischen sršán-bzučán. V slově Sršán so it is actually reviving the awareness of derivation again, which in the case of the form Hornisse sonst ist es bereits untergegangen; ein ähnlicher Fall ist die seltene Parallele Biene-Hummel (běžná v lužické srbštině) a Biene-Imker. In einem Fall können wir schließlich auch auf die Beziehung zwischen den Namen hinweisen Hornissenschwarm a Vogelbeere (in Blansko).
Ansonsten hat er beeindruckt Hummel auf die anderen Mitglieder der Gruppe, insbesondere auf Ich sehe es., seinem männlichen Geschlecht — teilweise vielleicht auch zusammen mit Hornissen-Königin, dessen Natur in dieser Hinsicht am entgegenkommendsten ist. Insbesondere wenn das Wort vosa bekam die Bedeutung von ‚Hummel‘, neigte sich aber immer zum männlichen Geschlecht.
Eigenartig ist ferner die uralte, heute jedoch bereits stark verwischte etymologische Beziehung zwischen den Ausdrücken Biene a Hummel (vergl. Machek, a. a. O., S. 557). Diese Verbindung lebt nur im südöstlichen Mähren mit den Namen wieder auf Erdhummel, Hummelmann. Gefällt mir Imker ein grober Bienenschwarm sind also tatsächlich eine Art Angleichung des Grundnamens Biene männlich, als ob zur Bezeichnung einer männlichen Biene (ähnlich wie bei Paaren Frosch-Kröte, Fliege-Mückenlarve. Ansonsten bleibt Biene als einzige immer im weiblichen Geschlecht, Bezeichnungen für die Hummel in der Regel im männlichen Geschlecht.
In der südmährischen Region zeigten sich all diese sich ergänzenden Bedeutungsverschiebungen und Formenwandlungen am häufigsten, und zwar im Wesentlichen auf zweierlei unterschiedliche Weise: Südwestlich von Brünn blieb bestehen, dass der Name Hornisse erweiterte sich auch auf die Wespe, als der Name vosa in Form von Vos als Bezeichnung für Hummel und eigene Hornisse er erhielt einen unterscheidenden Zusatz Militär, oder. groß. Östlich von Brünn mit Zentrum in Austerlitz, wo ebenfalls bedeutende Verschiebungen stattfanden Hornisse → ‚vosa‘ a vosa → ‚čmelák‘, dazu kam auch die starke Wirkung der Endung -ig. Gegen den Südwest-Hanaken Hornisse (weibliches Geschlecht) × Vos (männlich) wir haben [180]du parallelen Hornissen // Wespen // Hummel. Naproti tomu zde nedocházelo k tak přesnému významovému rozlišení základů.
Heute verschwinden jedoch all diese mundartlichen Bedeutungsverschiebungen unter dem Druck der Schriftsprache schnell (eine Umfrage verzeichnete beispielsweise westlich von Brünn den Namen Hornisse im Sinne von ‚Wespe‘ nur noch in 18 Fällen). Wenig anders ist die Situation in dieser Hinsicht im Slawkow-Gebiet, wo heute durch die Wirkung der Schriftsprache die Bedeutungen der Wörter Wespe, Hornisse Dialektausdrücke Wespe a Ahorn ebenso potenziell zweideutig: Wespe 1. Wespe, 2. Hummel; Schneeball 1. Hornisse, 2. Wespe; auch hier tritt die übertragene zweite Bedeutung natürlich nur in der archaischen Schicht des ländlichen Dialekts auf, und das auch nicht mehr besonders ausgeprägt; z. B. verzeichnet Gregors Wörterbuch aus diesem Bereich bei beiden Ausdrücken nur die erste Bedeutung. Bezeichnend ist auch, dass es bei der allgemeinen Instabilität dieses Bedeutungsfeldes noch zu einer weiteren sekundären Unterscheidung innerhalb der gesamten Dreiergruppe koordinierter Begriffe kommt (die Biene bleibt auch hier immer eindeutig): im südöstlichen Blanensko meldet eine Umfrage vereinzelt eine Dreiergruppe Wespe ‚Hummel Vusňák ‚vosa‘ — sršňák ‚sršeň‘, na západním Vyškovsku je pro vosu zaznamenáno jméno Marzipan, für Hummel Erdhummel, Zigeunerin, auf Slawkow für die Wespen Fuchsmäulchen, Grashüpferchen, Zwergklee, bei Hustopeče Preisunterschiede.
Wie wir sehen, haben sich die Namen von Hautflüglern mit Stachel in unseren Dialekten in der Vergangenheit stellenweise so miteinander verflochten, dass sie kaum noch voneinander zu unterscheiden sind. Dies liegt sicherlich zum Teil an der Natur der bezeichneten Tatsache – auf den ersten Blick ähneln sich all diese Insektenarten stark, besonders in der Farbe; bedeutsam ist dabei sicherlich auch die Tatsache, dass es sich um gestachelte Insekten handelt, und schließlich auch, dass es sich meist um Honig produzierende Insekten handelt. Am nächsten verwandt sind Wespe und Hornisse, die auch am häufigsten verwechselt werden – hauptsächlich allerdings auf Kosten der Hornisse, wohl wegen ihrer relativen Seltenheit. Von der Wespe zur Hummel ist es schon ein großer Unterschied, die Verwechslung hat hier eher einen expressiven Ursprung – die Hummel nimmt daher in ihrer Gruppe eine einzigartige Stellung in Bezug auf die Vielfalt der Namen ein. Auf andere Weise sondert sich die nützliche Honigbiene seit jeher von ihren wilden Verwandten ab. Sie wird praktisch nie mit ihnen verwechselt; dafür ist sie aber oft der Ausgangspunkt für die Benennung der verwandten Hummel (vergl. unser [181]Imker, Honigbiene, Französisch. Erdhummel, englisch. Hummel, Ungarisch. Wespen) und als einzige zeigt sie auch außerhalb unserer Reihe zur nahen Fliege.
Fast alle Bedeutungsänderungen, die wir beobachtet haben, bestehen darin, dass sich die Bedeutung innerhalb einer Gruppe von koordinaten Wörtern verschiebt. Eine ähnliche Bedeutungsentwicklung wird bisher eher bei vielfältigen abstrakten Begriffen wie Freiheit, Vernunft, Schönheit, Geschwindigkeit beobachtet, wobei man von synonymen bedeutungsbildenden Prozessen innerhalb sogenannter semantischer Felder spricht. In diesem Beitrag wollten wir zeigen, wie zu einem gewissen Grad ähnliche Prozesse tatsächlich auch innerhalb von Gruppen von koordinaten Wörtern ablaufen. Diese Prozesse sind besonders dankbare Objekte der Untersuchung im Bereich der Bezeichnungen kleinerer Tiere und weniger bedeutender Pflanzen. Hier macht sich überall eine solche Verschiebung von Bedeutungsgrenzen geltend, oft sogar stärker als die metaphorische Übertragung von Bedeutungen in bildlichen Benennungen. Wir sind daher der Ansicht, dass in unserer Dialektologie neben der Untersuchung der verschiedensten Benennungsmotive, die insbesondere Vážný in seiner glänzenden bahnbrechenden semasiologischen Studie „Über die Namen der Schmetterlinge in slowakischen Dialekten“ (Bratislava 1955) so hervorragend darlegt, auch weiterhin die Erforschung des gegenseitigen Verhältnisses von Benennungen innerhalb bestimmter koordinierter Wortgruppen notwendig sein wird, die sich gegenseitig mehr oder weniger sowohl in bezug auf die Bedeutung als auch in bezug auf die Form beeinflussen.
